Aktueller Stand Evakuierung aufgrund von Bombenentschärfung (31.8.2017; 19.00 Uhr)

Wie bereits gestern in einer Presseerklärung mitgeteilt, sind auch das Bürger­hospital und seine Patienten im Rahmen der Bombenentschärfung am kommenden Sonntag von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Das Bürger­hospital wurde gestern gegen 13 Uhr durch den Krisenstab der Stadt darüber informiert. Seit diesem Zeitpunkt erarbeitet ein Krisenstab des Krankenhauses gemeinsam mit dem Krisenstab der Stadt einen Zeit- und Ablaufplan für die Evakuierung unserer Patienten.

Nach aktuellem Kenntnisstand wird die Evakuation sukzessive und geordnet von Station zu Station erfolgen. Ziel ist es, das Krankenhaus bereits am Samstagnachmittag geräumt zu haben. Die notwendige Logistik wird derzeit erarbeitet. Nach aktuellem Informationsstand ist eine Rückverlegung der Patienten im Anschluss an die Bombenentschärfung am Sonntagabend geplant.

Diese wird ebenfalls sukzessive erfolgen. Wie viele Patienten tatsächlich evakuiert werden müssen, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beantwortet werden, da bei einigen Patienten erst morgen beurteilt werden kann, ob sie aus medizinischer Sicht nachhause entlassen werden können oder in ein anderes Krankenhaus verlegt werden müssen. Sicher ist jedoch, dass nicht alle 320 Betten, über die das Bürger­hospital verfügt, vor der Evakuierung belegt sein werden. So wurden geplante und nicht akute Operationen, die einen längeren Krankenhausaufenthalt bedingen, neu terminiert. Die Patienten wurden entsprechend informiert. Ambulante Operationen und Operationen, nach denen die Patienten nur eine Nacht im Krankenhaus verweilen müssen, werden auch am Freitag noch durchgeführt.

Ebenso ist die Notaufnahme des Krankenhauses aktuell über die Rettungsleitstelle der Feuerwehr abgemeldet. Dies bedeutet, dass sie aktuell nicht von Rettungswagen angefahren wird. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, der in unseren Räumlichkeiten untergebracht ist, wird dort bis Samstag weiterarbeiten.

Besonders die Verlegung der Patienten der Klinik für Neonatologie sowie der der Mütter und Kinder der Frauenklinik und der übrigen Intensivpatienten bedarf präziser Planung. Hier konnten im engen Austausch mit anderen Kliniken und bezüglich der Frühgeborenen und der frischgebackenen Mütter mit Neugeborenen auch mit dem Clementinen Kinder­hospital, Schwester­kranken­haus des Bürger­hospitals, bereits nahezu final Lösungen ausgearbeitet werden. „Es freut mich sehr, dass sich die nicht betroffenen Krankenhäuser umgehend bei uns gemeldet haben, und direkt ihre Unterstützung angeboten haben“, bemerkt Prof. Dr. med. Oliver Schwenn, Ärztlicher Direktor des Bürger­hospitals Frankfurt.

Die von der Verlegung betroffenen Patienten und deren Angehörige werden von den Mitarbeitern des Bürger­hospitals individuell und umfassend informiert und betreut. Wo notwendig, werden die Mitarbeiter des Krankenhauses die Patienten während des Transports und auch während ihres Aufenthalts in anderen Krankenhäusern betreuen. Der Kreißsaal ist aktuell noch geöffnet. Es ist jedoch möglich, dass werdende Mütter, bei denen sich eine komplexere Geburt abzeichnet, gebeten werden, sich an ein anderes Krankenhaus zu wenden.

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