Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt erste Hebammenschule in Frankfurt am Main

Es geht los: Ab dem 1. September werden sich zum ersten Mal in Frankfurt am Main 24 Schülerinnen und Schüler auf den Beruf der Hebamme und des Entbindungspflegers vorbereiten. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat dem Antrag auf staatliche Anerkennung der ersten Hebammenschule in der Mainmetropole nun stattgegeben. Dieser war von der Carl Remigius Medical School, dem Universitätsklinikum Frankfurt sowie dem Bürger­hospital Frankfurt eingereicht worden.

Die Einrichtungen hatten zuvor eine Kooperation zur gemeinsamen Ausbildung von Hebammen und Entbindungspflegern geschlossen. Die Entscheidung des Regierungspräsidiums ist ein positives Signal für die Versorgung von Müttern und Familien in der Rhein-Main-Region. Steigende Geburtenraten sorgen hier dafür, dass es einen großen Bedarf an Hebammen und Entbindungspflegern gibt, der in Zukunft noch steigen wird.

Allein in Frankfurt am Main kommen pro Jahr rund 13.000 Kinder auf die Welt. Die meisten Geburten in Hessen verzeichnet schon seit Jahren das Bürger­hospital. 2015 und 2016 waren es jeweils um die 3.250. Zweimal in Folge verzeichnete der zweite Kooperationspartner, das Universitätsklinikum Frankfurt, starke Wachstumsraten von acht beziehungsweise knapp sieben Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr. 2016 lag die Zahl der Geburten bei knapp 2.000.

Angesichts dieser Zahlen freut es alle drei Kooperationspartner, dass ihr Vorhaben, die erste Frankfurter Hebammenschule gründen zu wollen, auf eine große Resonanz stieß. Viele Bewerbungen gingen in den Personalabteilungen ein und schon jetzt ist ein Großteil der 24 Ausbildungsplätze besetzt. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der theoretische Unterricht findet an der Carl Remigius Medical School statt, die insgesamt 3.000 Praxisstunden absolvieren die Schülerinnen und Schüler an einer der beiden kooperierenden Kliniken. Beide Krankenhäuser sind Perinatalzentren Level I. Das bedeutet, sie versorgen sowohl werdende Mütter mit Risikoschwangerschaften als auch Frühgeburten sowie Neugeborene mit Erkrankungen vor, während und nach der Geburt nach höchsten Standards.

Wolfgang Heyl, Geschäftsführer der Bürger­hospital und Clementine Kinder­hospital gGmbH, ebenso wie Prof. Dr. med. Jürgen Graf, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt, bestätigen, dass grundsätzlich eine Übernahme der Absolventen in den Häusern vorgesehen ist. „Es war von Anfang an unser Ziel, jungen Menschen nicht nur eine fundierte Ausbildung anzubieten, sondern auch eine berufliche Perspektive“, so Heyl. „Vom direkten Einstieg in gewohnter Umgebung profitieren beide Seiten.“ Prof. Graf ergänzt: „Gemeinsam mit unseren Partnern erweitern wir mit diesem Schritt unser weitreichendes Ausbildungsangebot und fördern damit eine hochwertige medizinische Versorgung in der Region.“

Die Lehrenden an der Carl Remigius Medical School stammen allesamt selbst aus der Praxis und können so den Schülerinnen und Schülern aus eigener Erfahrung die besonderen Vorzüge und Herausforderungen ihres künftigen Berufes vermitteln. Im Unterricht wird auf eine möglichst persönliche Lernatmosphäre und einen engen Draht zu den Dozenten Wert gelegt. Aus diesem Grund soll auch künftig die Klassengröße bei um die 20 Teilnehmern liegen.

Der Hessische Landesverband der Hebammen hatte bereits Ende des vergangenen Jahres, als die drei Kooperationspartner ihr Vorhaben bekannt gegeben hatten, ein Frankfurter Hebammenschule begrüßt.

Über das Bürger­hospital Frankfurt

Ob Patient, Besucher oder Mitarbeiter – das Bürger­hospital Frankfurt zeigt sich mit seinem breiten Leistungsangebot seit über 230 Jahren allen Menschen gegenüber offen, transparent und entgegenkommend. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ältesten Krankenhauses für Frankfurter Bürger engagieren sich konsequent für das Ziel des Stifters Johann Christian Senckenberg, das Gesundheitswesen in Frankfurt am Main zu verbessern. Als Krankenhaus der Regelversorgung mit 15 medizinischen Schwerpunkten (320 Plan-Betten), einer Tagesklinik und einer Ambulanz nimmt das Bürger­hospital an der Notfallversorgung teil. Seit vielen Jahren ist das Bürger­hospital laut der milupa Geburtenstatistik Hessens geburten­stärkste Klinik. Zudem ist es eines der ersten zertifizierten Perinatalzentren Level I (PeriZert).

Seit 2009 vereinen das Bürger­hospital und das Clementine Kinder­hospital ihr umfangreiches Angebot medizinischer Leistungen und arbeiten eng miteinander zusammen. Gemeinsam sind sie Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.

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Über das Universitätsklinikum Frankfurt

Das Universitätsklinikum Frankfurt, gegründet im Jahr 1914, zählt zu den führenden Hochschulkliniken Deutschlands. Es bietet seinen Patientinnen und Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung in 32 medizinischen Kliniken/Instituten. Der enge Bezug zur Wissenschaft – Klinikum und Fachbereich Medizin betreiben zusammen 20 Forschungsinstitute – sichert den Patientinnen und Patienten eine zeitnahe Umsetzung neuer Erkenntnisse in die therapeutische Praxis. 1.302 stationäre Betten stehen zur Verfügung. Zahlreiche Institute widmen sich medizinisch-wissenschaftlichen Spezialleistungen. Jährlich werden 51.000 stationäre und 227.000 ambulante Patientinnen und Patienten betreut. Besondere interdisziplinäre Kompetenz besitzt das Universitätsklinikum unter anderem auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskulären Medizin. Auch als Standort für Organ- und Knochenmarktransplantationen, Dialyse sowie der Herzchirurgie nimmt es besondere Aufgaben der überregionalen medizinischen Versorgung wahr. Neben der Herzchirurgie besteht beim Versorgungsauftrag nach dem Hessischen Krankenhausgesetz auch in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Dermatologie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Alleinstellungsmerkmal für die Region Frankfurt-Offenbach. 4.506 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollkraftzahlen) kümmern sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten.

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Über die Carl Remigius Medical School

Die Carl Remigius Medical School ist spezialisiert auf das Aus- und Fortbildungsangebote sowie Studienprogramme im medizinischen, pflegerischen und gesundheitsökonomischen Bereich. Für Unternehmen und Organisationen in der Gesundheitsbranche ist sie strategischer Partner im Hinblick auf die Qualifizierung sowie Aus- und Weiter­bildung der Fach- und Führungskräfte, die dringend am Markt gebraucht werden. Die Carl Remigius Medical School hat Standorte in Idstein, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München. Das Studienangebot der Carl Remigius Medical School ist hochschulrechtlich Teil des Fachbereichs Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius.

Weitere Informationen:
www.carl-remigius.de

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