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Zehn Jahre Neonatologie am Bürgerhospital Frankfurt am Main
Symposium der Klinik für Neonatologie
Im April 2001 wurde die Klinik für Neonatologie am Bürgerhospital Frankfurt am Main eröffnet. Aus zunächst bescheidenen Anfängen entwickelte sich ein perinatologisches Zentrum, das mit mittlerweile über 2600 Geburten im Jahr zu den größten Einrichtungen in Deutschland gehört. Zum 10jährigen Bestehen der Klinik für Neonatologie findet ein Symposium zu den Themen Erkrankungen und Störungen im Neugeborenenalter, die Auswirkungen auf die weitere Entwicklung sowie neue Therapieansätze am 9. April 2011 in der Deutschen Nationalbibliothek statt.
Die spätere Entwicklung Frühgeborener, von Einzelfällen abgesehen, entzieht sich meist der Beobachtung des zunächst betreuenden Neonatologen. Im ersten Teil der Veranstaltung soll eine ausgewählte Darstellung eben jener Patienten mit spezifischen Problemen der Neonatalzeit vorgestellt werden. Mit den Auswirkungen der Frühgeburtlichkeit unter dem Aspekt psychischer Störungen wird sich der Vortrag von Prof. von Gontard (Klinik für Kinder - und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum des Saarlands) beschäftigen. Prof. Herting (Klinik für Kinder - und Jugendmedizin, Universitätsklinik Lübeck) stellt die Langzeitentwicklung ehemaliger Frühgeborener mit Hirnblutungen, einem unverändert bedeutsamen Problem dieser Patientengruppe, dar. Wandlungen und Fortschritte in der Behandlung angeborener Herzfehler werden Gegenstand des Vortrages von Prof. Schranz sein (Abteilung für Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg). Einen Überblick über den Einfluss des frühen Wachstums von Früh - und Neugeborenen auf die langfristige Prognose gibt Prof. Plagemann (Arbeitsgemeinschaft „Experimentelle Geburtsmedizin“ Charité - Universitätsmedizin Berlin).
Die rasche Entwicklung in der Medizin konnten alle Beteiligten auch in der Neonatologie miterleben. Auch heute stehen neue Einsichten und Verfahren mehr oder weniger nah an ihrer Umsetzung in der praktischen Medizin oder könnten doch in der Zukunft auch die Kinderheilkunde berühren. Mit diesem Themenkomplex wird sich der am Nachmittag folgende Teil des Symposiums beschäftigen. Neue Therapieansätze werden dargestellt sowie neue Entwicklungen in medizinischen Nachbardisziplinen, die Auswirkungen auf Krankheitsverständnis und Behandlung haben werden. Die Humangenetik hat in den vergangenen Jahren aufgrund technischer Möglichkeiten Fortschritte gemacht, die für vornehmlich klinisch tätige Ärzte kaum noch zu überblicken sind. Prof. Zenker (Institut für Humangenetik, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg) gibt einen Überblick über neue Verfahren der Pränataldiagnostik. Prof. Maier (Zentrum für Kinder - und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg) stellt erste Ergebnisse der Untersuchungen zum Einsatz von Erythropoetin zum Schutz des Gehirns Frühgeborener vor. Chronopharmakologie beschäftigt sich mit der Wirksamkeit von Medikamenten in Abhängigkeit vom tageszeitlichen Zeitpunkt der Einnahme. Prof. Lemmer (Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie, Medizinische Fakultät Mannheim) wird die Daten vortragen, die in diesem Zusammenhang bei Frühgeborenen bekannt sind. Die operative Behandlung schwerer angeborener Fehlbildungen bereits vor der Geburt - Fetalchirurgie - wird von Prof. Kohl (Deutsches Zentrum für Fetalchirurgie und minimal-invasive Therapie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg) dargestellt.
Veranstaltungsinformation:
Symposium der Klinik für Neonatologie des Bürgerhospitals Frankfurt
Samstag, 09. April 2011, 09.00 Uhr
in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Anmeldung und weitere Auskünfte:
Marion Weber
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (069) 1500 - 215
Telefax (069) 1500 - 220
m.weber@buergerhospital-ffm.de
Pressekontakt:
Brigitte Seifried
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (069) 1500 - 1240
Telefax (069) 1500 - 220
b.seifried@buergerhospital-ffm.de
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