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Das Clementine Kinderhospital verbindet eine qualifizierte kinderärztliche Grundversorgung mit einer außergewöhnlich hohen Spezialisierung in mehreren medizinischen Fachbereichen. In verschiedenen Spezialambulanzen betreuen wir eine große Zahl chronisch erkrankter Kinder kontinuierlich und individuell.
Darüber hinaus steht unsere Notfallambulanz Familien bei akuten Erkrankungen zur Verfügung und gewährleistet eine verlässliche Versorgung – Tag und Nacht. Gemeinsam mit dem Bürgerhospital Frankfurt bieten wir eine umfassende Versorgung in der Kinder- und Jugendmedizin.
Kinder, Eltern und Besucher sind bei uns jederzeit herzlich willkommen.
Marcus Amberger
Sprecher der Geschäftsführung
Tim David Wolf
Geschäftsführer
Unser Leitbild
Unser Engagement für Ihr Wohlbefinden
Gemeinsam mit unseren Mitarbeiter:innen haben wir folgende Qualitätsansprüche entwickelt, die unserem täglichen Engagement zugrunde liegen:
Unsere wichtigsten Ziele sind die Sicherheit und Zufriedenheit unserer Patient:innen und all derer, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Unsere Patient:innen werden in Entscheidungen bezüglich ihrer Behandlung, Pflege und Versorgung einbezogen. Wir fördern die Selbständigkeit und Teilhabe durch unser ganzheitlich ausgerichtetes medizinisches, therapeutisches und pflegerisches Handeln.
Wir gehen in der Medizin, Pflege und Versorgung unserer Patient:innen verantwortungsvoll mit der Einhaltung von Standards und Qualitätsrichtlinien um und setzen diese intern um.
Wir erwarten von unseren Lieferanten und Dienstleistern höchste Qualität, kommunizieren dies und unterstützen diese beim Erreichen unserer Qualitätsziele.
Das Bürgerhospital und das Clementine Kinderhospital zeigen sich allen Menschen - ob Patient:in, Besucher:in oder Mitarbeiter:in - gegenüber offen, transparent und entgegenkommend.
Wir pflegen außerdem die Kontakte zu unseren Kooperationspartnern, insbesondere zu niedergelassenen Ärzt:innen, ambulanten Pflegediensten, Konsiliarärzt:innen und den zuständigen Behörden.
Alle, die mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten hier arbeiten, sind unser höchstes Gut. Wir gehen freundlich, offen und respektvoll miteinander um.
Probleme lösen wir gemeinsam. Wir leben eine offene Fehlerkultur. Das verpflichtet uns zur konstruktiven interdisziplinären Zusammenarbeit sowie zu qualitäts- und risikobewusstem Handeln.
Die Beteiligung aller Mitarbeiter:innen am kontinuierlichen Verbesserungsprozess und das persönliche Verantwortungsbewusstsein für Qualität und Sicherheit ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir setzen unsere personellen und materiellen Ressourcen wirksam und nachhaltig ein. Standardisierte und prozessorientierte Arbeitsabläufe helfen uns dabei, die Wirksamkeit unserer Qualität stetig zu verbessern. Der Leitung kommt durch ihre Vorbildfunktion eine besondere Bedeutung zu.
Wir lassen uns von Ärzt:innen, Sozialleistungsträgern und medizinischen sowie pflegerischen Fachinstitutionen bei der Weiterentwicklung unserer Qualität inspirieren.
Durch die fundierte Fach- und Sozialkompetenz unserer Mitarbeiter:innen sorgen wir dafür, dass unseren Patient:innen die bestmögliche Behandlung zuteilwird und wir in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen als eine Einrichtung mit hoher Expertise angesehen werden.
Daten und Fakten
Wissenswertes auf einen Blick
Organisation
Doppelt erfolgreich für unsere Patient:innen
Träger unserer Krankenhäuser ist die Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital gGmbH. Im Jahr 2009 schlossen sich die beiden traditionsreichen Stiftungskrankenhäuser zusammen und die Verwaltung des Bürgerhospitals und Clementine Kinderhospitals wurde zusammengeführt.
| Dr. med. Kosta Schopow Vorsitzender, Internist | Dr. rer. nat. Cathrin Schleussner stellv. Vorsitzende, Biologin | Dr. Andreas Grandpierre Rechtsanwalt | |
| Dr. Tessen von Heydebreck Bankier | Dr. Ilka Heigl Rechtsanwältin | Elena von Metzler Bankierin |
Beratende Mitglieder
| Ralf Pakosch BANKIER | Dr. med. Nikolas Alexander Schopow, MBA, LL.M. facharzt für orthopädie und unfallchirurgie | Prof. Dr. hum. biol. Nicole von Steinbüchel-Rheinwall KLINISCHE PSYCHOLOGIN UND NEUROPSYCHOLOGIN |
| Marcus Amberger Sprecher der GeschäftsführUNG | Tim David Wolf Geschäftsführer | Claudia Herzog Prokuristin | |
| Dr. med. Henry Schäfer Ärztlicher Direktor „Bereich Erwachsene“ | Prof. Dr. med. Steffen Kunzmann Ärztlicher Direktor „Bereich Kinder“ | Dr. med. Christian Vorländer Stellv. Ärztlicher Direktor | Oberin Christine Schwarzbeck Pflegedirektorin |
Michael Jakobi Telefon: 069 1500-5324 | Michael Göbel Telefon: 069 1500-5160 |
Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) regelt die Vertretung der Arbeitnehmer durch Betriebsräte.
Der Betriebsrat der Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital gemeinnützigen GmbH besteht aus 17 Betriebsratsmitgliedern.
Das Ziel des Betriebsrates ist es, eine hohe Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter:innen zu erreichen, aber auch durch Mitarbeitermotivation zum wirtschaftlichen Erfolg in der Frankfurter Krankenhauslandschaft beizutragen. Damit soll eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze erreicht werden.
Geschichte
Kindgerechte Medizin für Frankfurt
Zwei Stiftungen - ein Ziel
Die Clementine Kinderhospital – Dr. Christ‘sche Stiftung geht auf zwei traditionsreiche Frankfurter Bürgerstiftungen zurück: Die Stiftungen von Dr. Johann Theobald Christ (1777–1841) und von Louise Freifrau von Rothschild (1820–1894).
Beide Gründerpersönlichkeiten hatten früh die Notwendigkeit eigenständiger Kinderkrankenhäuser erkannt.
Kinder sollten nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden, sondern altersgerecht entsprechend ihren spezifischen seelischen und körperlichen Bedürfnissen.
Dr. Johann Theobald Chris hatte verfügt, seinen Nachlass zum Bau eines „für sich bestehenden“ Hospitals für arme Kinder zu verwenden.
Wenn die Mittel es erlauben, sollte eine Entbindungsanstalt für „arme Frauenspersonen“ angeschlossen sein. 1845 wird das Kinderhospital für ca. 50 Kinder auf dem heutigen Gelände des Clementine Kinderhospitals an der Theobald-Christ-Straße eröffnet. Später werden vier Zimmer als Entbindungsanstalt eingerichtet; das vom Stifter gewünschte separate Entbindungshaus kann erst 1893 gebaut werden. Weitere Einrichtungen wie ein Isolierhaus und eine Freiluftveranda kommen hinzu.
1899 wird als „Zweiganstalt“ ein neues Kinderhospital in der heutigen Hans-Thoma-Straße in Sachsenhausen eröffnet. Das Haus hat zunächst zwölf, dann 26 Betten sowie zusätzliche Räume für Operationen und ambulante Behandlungen. Ermöglicht wurden diese Einrichtung ebenso wie notwendige Modernisierungsmaßnahmen und Anschaffungen durch die Zustiftungen und Schenkungen vermögender Frankfurter Familien.
Im November 1875 eröffnet Louise Freifrau von Rothschild ihr Clementine Mädchenspital, das sie zum Andenken an ihre mit 20 Jahren gestorbene Tochter Clementine gestiftet hatte.
Das in einem großen Garten an der Bornheimer Landwehr gelegene Haus bietet Platz für 18 bis 20 Mädchen. Es ist mit modernsten hygienetechnischen Errungenschaften der Zeit ausgerüstet, für die Louise Freifrau von Rothschild eigens Fachleute aus ihrer englischen Heimat zu Rate gezogen hatte. 1899 wird die Kapazität des Spitals verdoppelt.
Als die mit 800.000 Goldmark reich ausgestattete Stiftung durch Weltkrieg und Inflation ihr Vermögen verliert, wird sie regelmäßig von den in Paris und London lebenden Töchtern der Stifterin unterstützt. Als diese Zuwendungen ausbleiben, sieht sich der Stiftungsvorstand 1928 gezwungen, den Krankenhausbetrieb auf den „Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz“ zu übertragen.
Unter Prof. Dr. Paul Grosser erlebt das Haus von 1930 bis 1933 eine Blütezeit, die mit der erzwungenen Emigration des renommierten Kinderarztes endet.
1943 zerstört eine Luftmine das Spital. Kinder und Mitarbeiter haben rechtzeitig den Keller aufgesucht und werden nicht verletzt.
Gemeinsam für ein neues Kinderkrankenhaus
Die Zwecke der Dr. Christ’schen Stiftung und der Louise von Rothschild-Stiftung wurden durch die Nationalsozialisten missachtet. Jüdische Ärzte und Vorstandsmitglieder wurden aus ihren Ämtern vertrieben, junge Patienten wurden Opfer von Euthanasie-Verbrechen. Eine Gedenktafel im Innenhof des Clementine Kinderhospitals erinnert an das Schicksal der Opfer.
1948 wird die Rothschild’sche Stiftung wieder in ihre Rechte eingesetzt. Im nächsten Schritt verkauft diese das wertvolle Grundstück an der Bornheimer Landwehr und baut gemeinsam mit der Dr. Christ’schen Stiftung auf deren Trümmergelände in der Theobald-Christ-Straße ein neues Kinderhospital. Das gemeinsame Haus beider Stiftungen wird 1954 eröffnet. 1963 kommt ein Schwesternhaus mit Kinderkrankenpflegeschule hinzu.
1974 schließen sich die Stiftungen zur heutigen Clementine Kinderhospital – Dr. Christ‘sche Stiftung zusammen.
Spezialisierung und Fusion
1982 wird die Umstrukturierung der allgemeinen Kinderklinik zu einem hochspezialisierten Kinderkrankenhaus mit besonderen Schwerpunkten eingeleitet. Im Zuge dieser Entwicklungen wird das Clementine Kinderhospital zum Schwerpunktkrankenhaus für Nephrologie und Rheumatologie. 1983 wird in Kooperation mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation die einzige Kinderdialysestation der Region eingerichtet. 2004 wird der Versorgungsauftrag des Landes für die Neurologische Frührehabilitation übernommen.
2005 startet die Stiftung umfangreiche Neu-, An- und Umbauten, die teilweise von privaten Sponsoren, teilweise durch Fördermittel des Landes Hessen finanziert werden. 2007 wird das Haus Giersch eingeweiht. Es dient der Unterbringung des Sozialpädiatrischen Zentrums und der eigenen Psychosomatischen Station. Wie dieser Neubau waren auch die meisten der anderen genannten Projekte nur möglich, weil sie – in Fortführung einer langen Tradition – durch Frankfurter Bürger:innen, Stiftungen, Institutionen und Unternehmen unterstützt wurden (u. a. Stiftung Giersch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Carls-Stiftung, Karl und Else Seifried-Stiftung, Kinderhilfestiftung).
2009 fusioniert das Clementine Kinderhospital mit dem Bürgerhospital. Beide Krankenhäuser stehen seitdem unter einheitlicher Leitung und arbeiten insbesondere in der Neonatologie eng zusammen.