Bürgerhospital und Clementine Kinder­hospital eröffnen Simulationszentrum

Das Bürgerhospital und das Clementine Kinder­hospital haben am 31. Januar ihr hauseigenes Simulationszentrum für Medizin und Pflege offiziell eröffnet. Damit haben Beschäftigte der Hochrisiko-Bereiche beider Kliniken fortan die Möglichkeit, Abläufe in lebens­be­droh­lichen Situationen realitätsnah im Team zu trainieren. Möglich wurde das Projekt dank der Förderung mehrerer Stiftungen.

In Notfall-Situationen mit vielen Beteiligten kann es schnell zu Problemen in der Umsetzung von lebensrettenden Maßnahmen kommen. Vor diesem Hintergrund haben das Bürgerhospital und das Clementine Kinder­hospital ein eigenes Simulationszentrum eröffnet. Ziel ist die Verbesserung der Versor­gungs­qua­lität – aber auch die kontinuierliche Weiter­entwicklung der Beschäftigten beider Standorte. „Was in anderen Branchen, wie etwa der Luftfahrt, streng reglementiert ist, wird im Gesund­heits­wesen leider noch stiefmütterlich behandelt“, beschreibt Martin Jessie, Oberarzt und Leiter des Zentrums, die Bedeutung von Trainings in seiner Branche. „Wir gehen zu oft davon aus, dass angelerntes Wissen uns automatisch zum richtigen Handeln befähigt“.

Drei Räume für realitätsnahe Trainings 

Im neuen Zentrum finden die Simulationstrainings auf drei Räume verteilt statt. Das Kernstück bildet der sogenannte „Demo-Raum“: Hier findet das Training statt. Der Raum kann je nach Fachbereich entsprechend ausgestattet werden und z. B. einem Operationssaal, Intensivzimmer oder einem Kreißsaal nachempfunden sein. Daneben gibt es das „Cockpit“: Von hier aus kann die Simulationsleitung das Geschehen im Demo-Raum via Kameraübertragung überblicken. Über ein Mikrofon und Lautsprecher können Informationen an die Trainierenden weitergegeben werden. Der dritte Raum dient dem „De-Briefing“: Hier überträgt ein großer Bildschirm das Geschehen aus dem Demo-Raum, sodass auch Kolleg:innen die Abläufe mitbeobachten und besser nachempfinden können.

Zentrum dank Stiftungsengagement stemmbar 

Insgesamt ist das Zentrum eine Investition, die für ein Krankenhaus nicht ohne weiteres stemmbar ist. Finanzierbar wird das Projekt durch die Förderung der Dr. Sencken­bergische Stiftung und der Clementine Kinder­hospital – Dr. Christ’sche Stiftung, die die technische und apparative Einrichtung des Simulationszentrums sowie einen Anteil an den jährlichen Betriebskosten mit zusammen rund 475.000 Euro fördern. Die Carls Stiftung fördert das Projekt mit 100.000 Euro. Zusätzlich unterstützen die A. Weitbrecht-Stiftung das Projekt mit 50.000 Euro sowie die Hans und Wolfgang Schleussner Stiftung mit 5.000 Euro.

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