
Theobald Christ und sein Erbe
Kein anderer Arzt hat die medizinische Versorgung von Kindern in Frankfurt so nachhaltig geprägt wie Theobald Christ. Vor 175 Jahren eröffnete auf sein Bestreben hin das erste reine Kinderkrankenhaus der Stadt. Zum Jubiläum wurde Christs Biografie nun im Frankfurter Personenlexikon veröffentlicht.
Die Theobald-Christ-Straße nahe dem Zoo ist unscheinbar und doch geschichtsträchtig. Vor genau 175 Jahren wurde hier das Dr. Christ’sche Kinderhospital eröffnet. Namensgeber war der Frankfurter Arzt und Geburtshelfer Theobald Christ, der sich zu Lebzeiten eine bedeutsame und über die Stadtgrenzen hinweg bekannte Praxis aufgebaut hatte. In Ermangelung leiblicher Erben entschloss er sich, seinen Immobilienbesitz und sein Vermögen der Stadt Frankfurt zu vermachen, verbunden mit einer Forderung: Das Erbe sollte für den Bau eines Krankenhauses für arme kranke Kinder eingesetzt werden. Ebenso wurde auf seinen Wunsch hin eine „Entbindungsanstalt für arme im hiesigen Bürger- und Heimatsrechte stehende Frauenpersonen“ durch Zustiftungen anderer namhafter Bürger Frankfurts ermöglicht.
1843 begann der Bau des Kinderhospitals im Frankfurter Ostend, zwischen Pfingstweide (auf dessen Gelände sich heute der Zoo befindet) und Hanauer Landstraße. Zwei Jahre später nahm das Kinderhospital seinen Betrieb auf. Christ selbst erlebte den Bau und die Eröffnung nicht mehr. Nach einem jahrelangen Rückenmarksleiden mit fortschreitender Lähmung war er schon 1841 verstorben. Sein Schaffen und Engagement wirken aber bis in die heutige Zeit. Das Clementine Kinderhospital befindet sich auf genau jenem Grundstück, auf dem vor 175 Jahren die ersten kleinen Patienten behandelt wurden. Sein Name ist auch weiterhin in der „Clementine Kinderhospital – Dr. Christ‘sche Stiftung“ verewigt.
Heute führt das Clementine Kinderhospital die Christ’sche Tradition in moderner Form fort. Das einzige reine Kinderkrankenhaus Frankfurts zeichnet sich mit seinen rund 80 Betten neben einer qualifizierten kinderärztlichen Grundversorgung durch eine außergewöhnlich hohe Spezialisierung in mehreren medizinischen Fachbereichen aus. Zudem betreut es eine große Anzahl chronisch erkrankter Kinder in verschiedenen Spezialambulanzen. Seit dem Zusammenschluss mit dem Bürgerhospital Frankfurt im Jahr 2009 arbeitet das Clementine Kinderhospital zudem eng mit der Geburtshilfe, der Neonatologie sowie der Kinderchirurgie des Schwesternkrankenhauses zusammen.
Zur Erinnerung an Theobald Christ ist seine Biografie nun im Frankfurter Personenlexikon erschienen. Das Online-Nachschlagewerk mit Frankfurter Biografien aus über 1.200 Jahren Stadtgeschichte ist ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung. Mittlerweile wurden über tausend Bürgerinnen und Bürger dort portraitiert. Die Biografie von Theobald Christ ist über folgenden Link abrufbar.
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Theobald Christ und sein Erbe
Kein anderer Arzt hat die medizinische Versorgung von Kindern in Frankfurt so nachhaltig geprägt wie Theobald Christ. Vor 175 Jahren eröffnete auf sein Bestreben hin das erste reine Kinderkrankenhaus der Stadt. Zum Jubiläum wurde Christs Biografie nun im Frankfurter Personenlexikon veröffentlicht.
Die Theobald-Christ-Straße nahe dem Zoo ist unscheinbar und doch geschichtsträchtig. Vor genau 175 Jahren wurde hier das Dr. Christ’sche Kinderhospital eröffnet. Namensgeber war der Frankfurter Arzt und Geburtshelfer Theobald Christ, der sich zu Lebzeiten eine bedeutsame und über die Stadtgrenzen hinweg bekannte Praxis aufgebaut hatte. In Ermangelung leiblicher Erben entschloss er sich, seinen Immobilienbesitz und sein Vermögen der Stadt Frankfurt zu vermachen, verbunden mit einer Forderung: Das Erbe sollte für den Bau eines Krankenhauses für arme kranke Kinder eingesetzt werden. Ebenso wurde auf seinen Wunsch hin eine „Entbindungsanstalt für arme im hiesigen Bürger- und Heimatsrechte stehende Frauenpersonen“ durch Zustiftungen anderer namhafter Bürger Frankfurts ermöglicht.
1843 begann der Bau des Kinderhospitals im Frankfurter Ostend, zwischen Pfingstweide (auf dessen Gelände sich heute der Zoo befindet) und Hanauer Landstraße. Zwei Jahre später nahm das Kinderhospital seinen Betrieb auf. Christ selbst erlebte den Bau und die Eröffnung nicht mehr. Nach einem jahrelangen Rückenmarksleiden mit fortschreitender Lähmung war er schon 1841 verstorben. Sein Schaffen und Engagement wirken aber bis in die heutige Zeit. Das Clementine Kinderhospital befindet sich auf genau jenem Grundstück, auf dem vor 175 Jahren die ersten kleinen Patienten behandelt wurden. Sein Name ist auch weiterhin in der „Clementine Kinderhospital – Dr. Christ‘sche Stiftung“ verewigt.
Heute führt das Clementine Kinderhospital die Christ’sche Tradition in moderner Form fort. Das einzige reine Kinderkrankenhaus Frankfurts zeichnet sich mit seinen rund 80 Betten neben einer qualifizierten kinderärztlichen Grundversorgung durch eine außergewöhnlich hohe Spezialisierung in mehreren medizinischen Fachbereichen aus. Zudem betreut es eine große Anzahl chronisch erkrankter Kinder in verschiedenen Spezialambulanzen. Seit dem Zusammenschluss mit dem Bürgerhospital Frankfurt im Jahr 2009 arbeitet das Clementine Kinderhospital zudem eng mit der Geburtshilfe, der Neonatologie sowie der Kinderchirurgie des Schwesternkrankenhauses zusammen.
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